Die Zeit der Pioniere und des friedlichen Traums

Jules Vernes Roman Von der Erde zum Mond (1865) erweckte den Traum von der Reise zu anderen Planeten zu neuem Leben. Einige isolierte und mittellose Theoretiker, nämlich der Russe Ziolkowski, der Franzose Esnault-Pelterie, der Amerikaner Goddard und der Deutsche Oberth, etablierten am Ende des 19. und im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts die Grundlagen für eine neue Wissenschaft, die Astronautik.

5. August 1930 in Reinickendorf. Einige Mitglieder des "Vereins für Raumschifffahrt" mit der "Werbe-Rakete" aus dem Film "Die Frau auf dem Mond". Rechts Hermann Oberth, Klaus Riedel und der junge von Braun.

Sie erkannten allen die Möglichkeit im Raum zu fliegen anhand Raketen mit Stahlantrieb. Während der wohlhabenden Jahren der Weimarer Republik in Deutschland, am Ende der zwanziger Jahren, sind Liebhaber von Raketen am zahlreichsten und am aktivsten. Sie verwendeten neue Produkte und Materialien, die während der zweiten industriellen Revolution entdeckt wurden (Aluminium, Flüssigsauerstoff usw.), und bemühten sich ab 1930, ihre Projekte in Experimenten mit kleinen Raketenmotoren praktisch umzusetzen. Unter diesen Enthusiasten sticht schon sehr bald ein Mann besonders hervor, nämlich Wernher von Braun (Jahrgang 1912), ein junger Student mit großer Begabung für Mathematik und Physik. Aber diese Gruppen von Amateuren, die keine Hilfe von Universitäten oder großen Industriegruppen empfangen, wurden durch die industrielle Krise eliminiert.

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