Die V1- und V2-Offensiven

Am 13. Juni 1944, nur wenige Tage nach der Landung der Alliierten in der Normandie, begann der Flugbombenangriff auf London. Der Abschuss erfolgte von Rampen aus, die sich zwischen der Seine und der belgischen Grenze befanden.

Eine V1-Flugbombe nach dem Start von der Abschussrampe

Die Propaganda der Nationalsozialisten gab der Flugbombe den Namen "V1" (Vergeltungswaffe Nr. 1). Bis zum 1. September wurden Tausende V1-Flugbomben von Frankreich aus auf London abgeschossen. 6.000 Menschen fanden durch sie den Tod. Die Briten konnten die Offensive beenden, indem sie Artillerie zur Luftabwehr und Jagdflieger in Kombination einsetzten. Die Befreiung des französischen Territoriums Anfang September ließ die Briten glauben, dass die Gefahr nun vollständig gebannt sei. Dies war jedoch nicht der Fall.

Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wurde das deutsche Programm für neue Waffen vollständig durch die SS übernommen. Die V2-Offensive begann am 8. September 1944: eine erste Rakete traf die Vorstadt von Paris, eine zweite ging auf London nieder. Der Abschuss erfolgte von mobilen Einheiten aus, die sich in den belgischen Ardennen und in Holland befanden. Am 12. Oktober begann eine Doppeloffensive mit V1- und V2-Raketen auf dem belgischen Hafen von Antwerpen, der für die Alliierten der wichtigste logistische Zugang zum Kontinent war. Die letzten V2-Abfeuern erfolgten am 27. März 1945. Insgesamt wurden 3.000 Raketen abgeschossen.

Mobile V2-AbschussrampenV1-Standort im GersDoppelter V2-Abschuss von Den Haag aus
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