Die Hölle des Lagers Dora

Im August 1943, nach der Bombardierung von Peenemünde, fiel die Entscheidung, vorrangig Häftlinge aus Konzentrationslagern für die Herstellung der Raketen einzusetzen, um so eine strikte Geheimhaltung zu garantieren.

Gefangene im Lager Dora – Aufnahme von Walter Frentz, Fotograf Hitlers

Am 28. August traf eine erste Gruppe Häftlinge aus Buchenwald, in der Nähe von Nordhausen in Thüringen, ein, um mit den Arbeiten zur Einrichtung der unterirdischen Fabrik "Mittelwerk" zu beginnen. Die gesamte Baustelle wurde unter direkten Kontrolle der SS unterstellt. Die Aufgabe des Kommandos, das den Namen "Dora" erhielt, bestand in der Umwandlung des unterirdischen Lagers in eine moderne Fabrik für die Raketenproduktion am Fließband.


Sechs Monate waren die Tunnel von Dora eine Hölle: Die Häftlinge mussten in einem Wirrwar und in der Gewalt die Tunnels durchbrechen und sehr große Maschines anhand primitiver Apparaturen transportieren. Daneben mussten die Häftlinge unter bedauernswerte hygienische Umstände unterirdisch schlafen. Die Zahl von 6.000 Häftlingen, die im November 1943 im "Tunnel" beschäftigt waren, stieg bei dem Produktionsbeginn im Januar 1944 auf 12.000 an. Die Sterberate war erheblich. 2.882 Menschen sterben dort innerhalb von sechs Monaten (die Leichen wurden im Krematorium von Buchenwald verbrannt). 3.000 weitere Häftlinge erkrankten und wurden nach Majdanek und Bergen-Belsen transportiert, wo sie ermordet wurden.

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