Die Sonderbauten

1943 erhielt die Organisation Todt, die mit den großen Bauprojekten des Nazi-Regimes betraut war, den Auftrag, in Frankreich "Sonderbauten“ zu errichten, d. h. geschützte Anlagen für die Aufstellung der neuen deutschen Waffen. Neun große Bauprojekte wurden angelegt, fünf in Pas-de-Calais und vier auf der Halbinsel Cotentin.

Eine V1-FlugbombeV2 – La CoupoleV3 – Mimoyecques

Die fünf Sonderbauten in Pas-de-Calais waren für drei neue Waffensysteme bestimmt:

  • V1: Die Flugbombe Das Blockhaus von Siracourt, das Blockhaus von Lottinghem
  • V2: Die A4-Rakete Das Blockhaus von Eperlecques,  La Coupole in Helfaut-Wizernes
  • V3: Die Mehrkammerkanone Die unterirdischen Anlagen von Mimoyecques

Keine dieser "Sonderbauten" wurden für einen Militäreinsatz genutzt. Nach mehrmonatigem Beschuss durch alliierte Bomber wurden sie im Sommer 1944 aufgegeben, wenige Wochen vor ihrer theoretischen Inbetriebnahme. Trotz der Intensität der Bombenangriffe (Abwurf von 5.000 Tonnen Material auf Siracourt, 4.000 Tonnen auf Mimoyecques und mehr als 3.000 Tonnen auf Eperlecques und La Coupole) blieben die massiven Betonstrukturen dieser Anlagen (die Schutzmauern sind 5 Meter dick) intakt und können heute noch besichtigt werden.

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